Houseboard-Test: Vinyl-Recording | mp3-to-vinyl

Baumi96

Houseboard-Test: Vinyl-Recording | mp3-to-vinyl

Mal wieder etwas neues im Houseboard. Wir gehen unter die Tester! Und den Anfang werden wir mit dem Vinyl-Cut-Service von Vinyl-Recording starten. Ob noch weitere Tests in dieser Art folgen werden, wird die Zukunft zeigen. Wenn ihr Wünsche habt, so schreibt mich einfach per PN an. So nun wollen wir aber mit dem ersten Houseboard-Test starten.

::Der Prüfling::..
Erst einmal ein paar Worte zu den von mir ausgewählten Vorbedingungen. Ich habe mich entschieden 3 Tracks auf die Vinyl cutten zu lassen. Auf die Vorderseite einen Track mit einer Laufzeit von 7,5 Minuten und einer Qualität von 320 kbps. Auf der Rückseite habe ich die maximal empfohlene Länge von 12 Minuten mit 2 Tracks (der Erste mit 192 und der Zweite mit 96 kbps) ausgenützt. Die unterschiedlichen Komprimierungsraten sollen später zeigen, ob hier gravierende Unterschiede zwischen Vinyl und mp3 zu hören sind. Wobei die 96 kbps nun wirklich niemanden zu empfehlen sind und ich mir auch nicht allzu viel erwartet habe, aber es gab dann doch eine Überraschung (mehr dazu später). Die Tracks wurden von mir nicht im Sound verändert (Pegelanpassung, Soundoptimierungen,...), da ich von Vinyl-Recording die Info bekommen haben, das sie hier die Anpassung für die optimalen Ergebnisse machen.

::Bestellung::..
Diese wurde von mir am Sonntag per Online Formular aufgegeben und am Donnerstag lag die Vinyl auch schon in meinem Postkasten. Was aus meiner Sicht schon sehr flott ist. Auch die Verpackung ist sehr gut und es wird möglichen Versandbeschädigungen so gut wie möglich vorgebeugt. Per Banküberweisung sind sicherlich noch ein paar Tage draufzurechnen, da die Produktion erst nach Zahlungseingang startet.

:: Optik und Qualität::..
Mein Prüfling kam in einem weißem Cover und die Vinyl befand sich noch in einer Papier-Schützhülle (hier sogar die Gute mit zusätzlicher Innenfolie). Im Cover befinden sich zusätzlich noch 2 blanko Labels zum aufkleben auf die Vinyl. Diese Lösung finde ich sehr gut, da man dadurch die Möglichkeit hat, sich seine Labels schön mit Hilfe des Druckers beschriften kann. Ihr bekommt also die Vinyl ihrem vollem schwarzen Glanz, da das Label ja noch nicht aufgeklebt worden ist. Die Vinyl selbst macht einen sehr sauberen Eindruck. Keine Kratzer oder sonstige Beschädigungen. Das Vinyl-Loch hat genau die richtige Größe, nicht zu eng und nicht zu weit. Die Platte passt haargenau auf den Teller und somit optimal zum mixen. Der Cut und somit das Rillenbild sieht rein optisch sehr gut und gleichmäßig aus. Allerdings ist dieses nicht ganz so deutlich wie bei einer gepressten Vinyl und lässt sich deshalb auch nicht ganz so gut "lesen" (wo die ruhigen Passagen sind). Dies liegt daran, dass die Vinyl nicht mit einem variablen Rillenvorschub geschnitten wird, der je nach Pegel der Musik den Kopf bewegt. Bein Vinyl-Recording läuft der Kopf mit konstanter Geschwindigkeit.

::Sound::..
Diesen habe ich auf meiner Anlage über 1210er, einem DJM600er Pult und Kopfhörer Pioneer HDJ 1000 getestet. Ich habe mich bewusst für den Kopfhörer entschieden und wirklich jede Kleinigkeit hören zu können und eventuelle Störungen nicht durch den Raum verloren gehen. Nun musste die Vinyl beweisen, was sie drauf soundtechnisch drauf hat. Zwischen dem 320 und 192 kbps Track war kein Unterschied zu hören. Hier scheiden sich ja bei der reinen Mp3 ja schon bekanntlich die Geister, ob man hier noch hörbare Unterschiede feststellen kann. Es sei aber im generellen nochmal erwähnt das man mit Sicherheit das Beste Soundergebnis erhält, wenn man als Source für seinen Vinylcut eine Audio-CD wählt, da über die MP3-Komprimierung immer Informationen verloren gehen. Beim 96kbps Track kam für mich die größte Überraschung des ganzen Test. Dieser hat auf der Vinyl um einiges mehr an Dynamik und klingt nicht mehr ganz so "blechern" und "hohl" wie als mp3. Die ruhigen Stellen bei allen drei Tracks zeigen keinen Unterschied zur gepressten Vinyl. Hier ist eben das typische "Vinyl-Knacken" zu hören, wobei die gecuttete Platte etwas mechanischer klingt (ist leider etwas schwer zu beschreiben). Der Pegel von allen 3 Tracks ist identisch und wenn man die Vinyl einmal aufs richtige Niveau eingeregelt hat ist keine Leveländerung mehr notwendig.

::Mixbarkeit::..
Ich habe das Ortofon DJ S System mit Night Club Nadel und einem Anpressdruck von 3,5 Gramm verwendet. Die Vinyl läuft ohne Sprünge, Aussetzer auf der Vorderseite und Rückseite durch. Beim Mixen bekommt man fast schon nur mit roher Gewalt die Nadel zum springen, obwohl sicherlich die Night Club Nadel nicht die beste in Sachen Spurlage ist. Selbst mit ihr ist extremes back-cueing möglich. Geschweige den das normale Einmixen, Einregeln,... Die Nadel liegt sicher in der Rille!

::Fazit::..
Man bekommt für sein bezahltes Geld eine rundum gute Qualtität und ein Top-Ergebnis. Für Vinyl-Fetischisten genau das Richtige, die ihre digitalen Lieblingstracks auch gerne auf Vinyl haben möchten.

::Links::..
www.vinyl-recording.de/

dRaCID01
Zitat:
Beim 92kbps Track kam für mich die größte Überraschung des ganzen Test. Dieser hat auf der Vinyl um einiges mehr an Dynamik und klingt nicht mehr ganz so "blechern" und "hohl" wie als mp3.


Öhhhm....
Das Raff ich jetz nicht...


Erst einmal vielen Dank für diesen guten Artikel..Er ist sehr interessant !! Aber du hast dich da doch bestimmt verschrieben.. du meinst nicht 92kbps, sondern 96kbps... und weiter oben nicht 196...sondern 192kbps..


Dieser hat auf der Vinyl um einiges mehr an Dynamik und klingt nicht mehr ganz so "blechern" und "hohl" wie als mp3

hmmm... also als mp3, in 96kbps, hören sich die Tracks bei mir auf dem Rechner auch nicht blechernd an.. dadurch das bei dieser Bitrate ja anscheinend gut an den Höhen geschnibbelt wird, haben bei mir alle (Techno/House) *.mp3 mehr Druck...

Blechernd u. hohl hören die Dateien sich dann meist in 128kbps bei mir an...
Ich denke also das es sich da nicht um das Vinyl handelt, die diese Eigenschaft da hervorbringt !!

Wenn du eine druckvollere *.mp3 Vorlage in 320kbps benutzt hättest, wäre diese bestimmt auch mit mehr Druck u. einem besseren Gesamtergebniss bei dir angekommen...Dagegen wäre dann die gleiche Vorlage in 96kbps ,bestimmt zu druckvoll gewesen... Aber die Qualität& Klang bei der 320.mp3 wäre deutlich besser gewesen

Die beste verfügbare Qualität, sollte man doch schon wählen.. für einen deutlichen Klang. 96kbps, sind da doch schon recht stumpf !!!

Ich werd das aber auch mal in einem Selbsttest ausprobieren, und ich vermute schon das man da von Track zu Track unterschiedlich vorgehen muss...

Sehr schön das ihr dies mal getestet habt vorab... Man findet ja nicht viele unabhängige Tests von sowas im Netz...

cya...
Baumi96
jep hast recht. hab ich zahlendreher reinbekommen. soll natürlich 192 und 96 kbps heißen Augenzwinkern
werde es direkt mal ausbessern.

das ganze mit der soundqualität ist sicherlich eine recht subjektive sache. um dies objektiv beurteilen zu können, hätte ich wirklich den gleichen track in unterschiedlichen tracks auf die vinyl schneiden lassen müssen. aber ich wollte ja auch noch was von der vinyl haben und nicht auf beiden seiten die gleichen tracks haben Augenzwinkern
die aussage mit mehr dynamik bezieht sich also nur auf den reinen vergleich, wenn ich mir den track am rechner anhöre und dann auf vinyl. hört sich für mein gehör einfach besser an. aber im prinzip geht es auch darum, dass falls man einen track wirklich nur in schlechter quali hat, dieser sich noch gut auf vinyl anhört. aber natürlich sollte man immer die bestmögliche quali für seine tracks verwenden.