Houseboard Bundestags-Poll 2009

allein_zu_house
Zitat:
Original von SaltShaker
Zitat:
Original von Flava78
[...] Prediction: 2013 Protestwahl & Linksruck, Rot/Rote Koalition...

Dann wander ich aus.


Ja, bin ich auch dabei.
@Franklin: Es geht natürlich nach Ibiza großes Grinsen

Ich fände 4 Jahre 'ne verdammt lange Zeit, um zu sehen, was die Ochsen von der Linkspartei so machen.
Als arbeitender Mensch hat man von so einem Experiment nunmal nix
DJ Franklin
@a_z_h: Oh ja, da komm ich vlt doch mit ... großes Grinsen

Zitat:
Als arbeitender Mensch hat man von so einem Experiment nunmal nix


Ach was, dann gibt es "Reichtum für alle"... Zunge raus

Naja ich denke die Chancen, dass dieser "linke" Zusammenschluß so schnell kommt, halte ich für sehr gering. Da gibt es doch noch so einige Sachen,wo es einfach gar keine Übereinstimmung gibt (Nato, EU, Auslandseinsatz...)

Spannend finde ich ach die Entwicklung der Piraten. Vlt. haben die ja auch Chancen auf über 5 % 2013, dann aber hoffentlich auch mit Wahlprogramm
allein_zu_house
Zitat:
Original von DJ Franklin
Vlt. haben die ja auch Chancen auf über 5 % 2013, dann aber hoffentlich auch mit Wahlprogramm


Na und vor allem hoffentlich ohne den pädophilen Tauss. So lange der dabei ist, ist die Partei für mich nicht guten Gewissens wählbar!
oka
naja
Bananenbauer auf Jamaica
wäre doch mal was tolles xD

ibiza klingt auch ned schlecht... und spanien hat nen tolles steuersystem xD
Flava78
Meine Prognose für 2013 war vllt. n bisschen überspitzt aber ich bin mal gespannt wieviele dann noch von den FDP Wählern hier übrig bleiben.

Natürlich muss man der neuen Regierung jetzt fairerweise erstmal Zeit geben sich aufzustellen, aber an den klaren Ansagen v.a. der FDP wird sich eben diese messen lassen müssen.

Jetzt bin ich erstmal gespannt auf das Geschacher um die Ministerposten, Guttenberg für die CSU dürfte safe sein.

Kann mir allerdings keinen der "Alt-Herren-Garde" der FDP als Minister vorstellen... Brüderle als Wirtschaftsminister oder Solms als Finanzminister... Augen rollen
Silvana Koch-Mehrin kriegt meinen männlichen Sympathie-Vote Applaus

Und ich möchte schwer für Deutschland hoffen, das Schäuble in Ruhestand geht. Wobei das glaube ich auszuschliessen ist unglücklich
mazaka
so, hier mal mein politischer senf:
Erstmal bin ich wirklich enttäuscht nach dieser Wahl. Auf der einen Seite wegen dem Ergebniss, und auf der eine Seite wegen der so schwachen Beteiligung.

Zum Ergebniss:
Dass es kein Rot-Grün wird war ja klar, und auch, dass die SPD viele Stimmen verlieren wird, aber dass es doch recht deutlich für Schwarz/Gelb wird, hat mich schon etwas gewundert.
Ich finde es doch bedenklich, dass in Zeiten einer Krise der Sozialstaat so zusammenbricht. Das schlechte Ergebniss der SPD lässt mich das jedenfalls glauben, anscheinend wollen es sich in der Krise viele nicht mehr leisten sozial zu sein. Und warum bitte bekommt die FDP gerade nach/während der größten Finanzkrise seit 1930 so eine Wählerschub? Die FDP steht doch für alles, was diese Krise verursacht hat. Aber Guido mit seinem Steuerwahn und der ach so liberalen Haltung scheint ja einfach zu cool zu sein um nicht gewählt zu werden. Ist mir wirklich ein Rätsel. Gerade in der Jugend profitiert die FDP glaube ich davon, dass viele liberal ach so toll finden, aber nicht wirklich die genauen Standpunkte kennen. Dass Steuersenkungen jetzt nicht der richtige Weg sind, wurde doch auch lang und breit durchgerechnet.

Und nun zur Frau Merkel. Bei der geht mir echt der Hut hoch. Wie oft ich schon Interviews von Leuten gehört habe, die sagen dass sei alles so toll was die Merkel macht. WAS MACHT DIE DENN? Ich wette die meisten können das nicht beantworten. Die Merkel schafft es doch seit 4 Jahren ohne konkrete Aussagen/Handlungen. Erst will sie die Umwelt retten, dann den Finanzmarkt und jetzt gerade mal gar nichts. Das doch keine Politik.

Und jetzt? jetzt haben wir 4 Jahre konservative Politik mit Atomstrom und sozialer Ungerechtigkeit, statt Investitionen in neue Energien, Elektroautos und Mindestlöhnen. Das doch ein Graus. Gerade dass wir nun die Chance verpassen Pionier in alternativen Energien zu werden macht mich wahnsinnig.
Meine Meinung Augenzwinkern
Prototyp
"Technologien, die sich noch stark weiterentwickeln (z. B. Photovoltaik) oder ökologisch besonders wertvoll sind (insb. Verstromung organischer Reststoffe), sollen eine technologiepolitisch begründete Zusatzförderung erhalten, nicht jedoch eine Dauersubvention. Die Nutzung Erneuerbarer Energien muss auf Bereiche jenseits des Stromsektors ausgeweitet und die Kosten müssen niedriger werden. Eine bessere Energiespeicherung ist dafür unverzichtbar. Weitere Potenziale liegen v. a. im Bereich der Elektromobilität und in der Nutzung und Weiterentwicklung der Wasserstofftechnologien."

Quelle: FDP Website

Hört sich find ich ganz gut an.
PunX
Zitat:
Original von DJ Franklin
@a_z_h: Oh ja, da komm ich vlt doch mit ... großes Grinsen

Zitat:
Als arbeitender Mensch hat man von so einem Experiment nunmal nix


Ach was, dann gibt es "Reichtum für alle"... Zunge raus


Was dann ja auch wieder gut ist, weil die Linke ja "Reichtum besteuern" will fröhlich . Respekt
mazaka
Zitat:
Original von Prototyp
"Technologien, die sich noch stark weiterentwickeln (z. B. Photovoltaik) oder ökologisch besonders wertvoll sind (insb. Verstromung organischer Reststoffe), sollen eine technologiepolitisch begründete Zusatzförderung erhalten, nicht jedoch eine Dauersubvention. Die Nutzung Erneuerbarer Energien muss auf Bereiche jenseits des Stromsektors ausgeweitet und die Kosten müssen niedriger werden. Eine bessere Energiespeicherung ist dafür unverzichtbar. Weitere Potenziale liegen v. a. im Bereich der Elektromobilität und in der Nutzung und Weiterentwicklung der Wasserstofftechnologien."

Quelle: FDP Website

Hört sich find ich ganz gut an.


nö, da sagen die doch nur, dass sie alternative Energien gut finden, dass findet ja mittlerweile jede Partei. Trotzdem setzen sie immer noch auf Atomenergie und Kohlekraftwerke. Wenn man jetzt dagegen möglichst schnell umstellt und so die Entwicklung neuer Technologien ankurbelt, kann man meiner Meinung nach erstens die Wirtschaft ankurbeln und zweitens sauber Energie produzieren. Mit der Atmlobby aka CDU/CSU + FDP haben wir ja noch über 2020 hinaus Kernenergie....
Eisenmann
Zitat:
Original von mazaka
[...]
Und jetzt? jetzt haben wir 4 Jahre konservative Politik mit Atomstrom und sozialer Ungerechtigkeit, statt Investitionen in neue Energien, Elektroautos und Mindestlöhnen. Das doch ein Graus. Gerade dass wir nun die Chance verpassen Pionier in alternativen Energien zu werden macht mich wahnsinnig.
Meine Meinung Augenzwinkern


Erstens mal haben wir in den letzten 4 Jahren keine konservative Politik gehabt, sondern eine Politik der Kompromisse und deshalb bin ich sehr froh, dass es kein großes Bündnis gegeben hat. Von sozialer Ungerechtigkeit sehe ich bei uns in Deutschland ebenso nichts. Das soziale Auffangsystem funktioniert nach wie vor. Und sorry, aber wer ernsthaft dafür ist, dass wir Mindestlöhne haben, der hat keine Ahnung von Volkswirtschaftslehre und darf sich über Krisen nicht beschweren. Mindestlöhne führen zu höheren Produktionskosten und damit Endkosten. Wenn diese Kosten nicht an den Endverbraucher weitergegeben werden können, weil dieser nicht dazu bereit ist, kann das entsprechende Unternehmen nicht weiter existieren. Bzw. noch schlimmer, muss weitere Arbeitnehmer freisetzen, weil die bisherigen nach Mindestlohn plötzlich 7.50 EUR verdienen. Bisher ist es so, dass diejenigen, die unter dem Existenzminimum verdienen, also weniger als Mindestlohn bekommen, vom Staat Unterstützung beziehen. Würden aufgrund des Mindestlohn viele ihre Arbeit verlieren, müssten diese komplett vom Staat aufgefangen werden. Dann doch bitte lieber die Leute in Arbeit lassen und nur die Differenz zum Existenzminimum vom Staat bezahlen...
mrCamper
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/822038

Sehr interessante Doku über die SED / PDS / Linke!
DJ Franklin
@ Eisi: Das ist doch quatsch mit den Mindestlöhnen:

Laut Statistik sind die Unternehmensgewinne in den letzten 10 Jahren um 60% gestiegen, die Reallöhne aber um 4% gesunken. Unternehmen sollen bitteschön Gewinne machen, aber hier stimmt zum einen die Proportion nicht, und zum anderen werden diejenigen, die die Gewinne erwirtschaften, nicht an ihnen beteiligt!
Also ich bin ganz klar für die Mindestlöhne. Die Firmen könnten sich das leisten. Für den Staat ist das auch ganz gut, da ja mehr Lohn für die Arbeiter auch gleichzeitig mehr Steuerneinnahmen für den Staat bedeutet.
In 21 anderen EU Staaten funktioniert das auch, ohne dass es zu Massenentlassungen gekommen ist.
Diese moderne Arbeitssklaverei mit den Leiharbeiterfirmen erinnert doch nun wirklich an Zeiten vor 1890...

P.S.: Guter Beitrag von mazaka. Mit dem was du gesagt hast, stimme ich sogut wie überein. Daumen
--Fever--
Zitat:

nö, da sagen die doch nur, dass sie alternative Energien gut finden, dass findet ja mittlerweile jede Partei. Trotzdem setzen sie immer noch auf Atomenergie und Kohlekraftwerke. Wenn man jetzt dagegen möglichst schnell umstellt und so die Entwicklung neuer Technologien ankurbelt, kann man meiner Meinung nach erstens die Wirtschaft ankurbeln und zweitens sauber Energie produzieren. Mit der Atmlobby aka CDU/CSU + FDP haben wir ja noch über 2020 hinaus Kernenergie....


stimme dir da zum Teil zu, aber wenn man mal bedenkt, dass regenerative Energien nicht mal 10% des Energieverbrauches in Deutschland abdecken, ist eine einfache Umstellung nicht so einfach möglich und mit immensen Kosten verbunden. Abgesehen davon hat eine Schlließung der Atommeiler zur Folge, dass die komplette Ostsee mit Offshore-Windanlagen zugepflastert wird.
In meinen Augen ist ein Verzicht auf Kernenergie momentan(!) nicht drinne.
Eisenmann
@ Franklin:

Das ist ebenso quatsch :-P Weil Du vergißt, dass das Kapital, das die Unternehmen benötigen, verzinst werden will, da es sonst abwandert.

Schau Dir mal folgende, in meinen Augen recht verständliche Ausarbeitung zum Thema an:

Mindestlohn
DJ Franklin
Ich dachte "Arbeit muss sich in Deutschland wieder lohnen". Was nicht dazu gesagt wurde, ist für wen sich die Arbeit demnächst wieder lohnen wird. Mindestlohn wäre jedenfalls ein wesentlicher Schritt in die richtige Richtung. Mindestlohn wird ja nun auch nicht oft in Produktionsfirmen gezahlt, die eh teilweise Tarif gebunden sind, sondern eher in Dienstleistungsbetrieben. Und da denke ich kann man sich das schon leisten. Das diese Richtung Osten abwandern halte ich für utopisch. Sie ganz einzustellen funktioniert auch nicht, da sie gebraucht werden. Und wenn ich mit einer Arbeit (nehmen wir mal ne Putzfrau, die 3,50 € /h verdient) nicht über die Runden komme, was soll mich dann motivieren. Was soll es dem Staat helfen, wenn ein Mensch mit Arbeit so wenig verdient, dass man ihm trotz Beschäftigung noch unterstützen muss.
Und wieso soll sich ein Arbeiter im Osten nicht ungerecht behandelt fühlen, wenn er 9 € pro Stunde und derArbeiter im Westen 17 € pro stunde für die gleiche Arbeit bekommt. Und das nach 19 Jahren Wiedervereinigung. Also Mindestlohn und Angleichung von Ost Westgehältern wäre auf jedenfall gerecht. Ob Sie finanzierbar sind, ist ne ganz andere Frage. Andere Länder haben sich das gönnen können, bei uns geht das scheinbar nicht. Schade

Ich hab die "Ausarbeitung" mal kurz überflogen, und kann zum Inhalt bis jetzt noch weniger sagen. zur Form kann ich jedoch sagen, dass ich es beachtlich finde, dass dieser Vortrag überhaupt ins Netz gestellt wurde. Also übersichtlich ist anders. Wer sagt eigentlich, dass man auf Folien nicht in ganzen, verständlich und kurzen Sätze schreiben darf?
mazaka
es geht bei den mindestlöhnen gar nicht darum, was wirtschaftlicher sondern um die Frage, was gerecht ist. Es ist auch nicht wirtschaftlich für den Staat Arbeitslosen Hartz 4 zu zahlen, aber wir leben hier nunmal in einem Sozialstaat, und da halte ich es für notwendig, dass es keine Leute gibt die für 3,50/h arbeiten müssen. Man kann sicherlich in Teilen über eine Subvention dieser Mindestlöhne nachdenken, aber man kann doch nicht einfach sagen die Leute müssen für Hungerlöhne schuften, nur damit ein Unternehmen die positivere Bilanz hat. Das ist doch ein Witz für ein Land wie unseres.

Und Eisenman, ich habe nirgendwo behauptet, dass wir die letzten 4 Jahre konservative Politik haben. Wir hatten vielmehr, eine unentschlossene, entscheidungsfaule Kanzlerin, die nun wegen ihrer ach so tollen Entscheidungen wiedergewählt wird.
Und wegen der sozialen Ungerechtigkeit, die besteht ja wohl nach wie vor, und zwar in jedem Land. Man kann diese Ungerechtigkeit höchstens eindämmen, aber natürlich nie ausgleichen. Aber so wohlhabend wie wir Deutschen sind, sollten wir uns ein höheres Maß an sozialer Gerechtigkeit leisten, als das Union und FDP vorschlagen/durchsetzen wollen.
MTur
Zitat:
Original von DJ Franklin
Erschreckend: In Essen (ich hab jetzt einfach mal eine der Ruhrpottstädte genommen) gibt es mehr NPD Wähler als bei uns hier in Chemnitz. Schon ganz schlimm, der braune Osten und die ach so tollen Vorurteile so mancher Westbürger...


ja ja, die lieben vorurteile... die npd kommt in essen auf 0,8%, etwa punktgleich mit der tierschutzpartei - schon ein rechtes kaff hier.. rot-rot-grün käme zusammen auf über 61% und die drei spd-direktmandate schleppen den berühmten ruhrpott-fremdenhass, mit dem wir uns den titel der kulturhauptstadt europas im kommenden jahr redlich erprügelt haben, nach berlin.
DJ Franklin
Ach Manuel, du warst doch selbst hier, und ist der Osten nun so braun, wie immer behauptet wird?
Ich war schon in Berlin, in Hamburg, Köln und auch in München. Immer wenn man ins Gespräch kommt mit Einheimischen und gefragt wird wo man herkommt, bekommt ne einheitliche Reaktion: "Viele Nazis dort..."

Also Vorurteile gibt es scheinbar auf beiden Seiten!

Aber egal, das wäre müssig das auszudiskutieren....