vinylgroover
Ich finde, gerade heutzutage fällt eine gewisse "Unperfektheit" schon wieder auf. Digital erstellte Mixe wirken oft sehr "flach" auf mich. Die Lautstärke ist meist genau gleich bei jedem Track und wenn alles zu sauber klingt dann bleibts mir zum Beispiel kaum im Ohr. Vielleicht muss das perfekte Beatmatching überhaupt nicht sein.... ich persönlich finde Mixe am besten, die Tracks in sich stimmig präsentieren, die ich sonst viell überhaupt nicht kaufen oder anhören würde. Aber in der richtigen Zusammenstellung können sie wahre Wunder wirken. Und diese Fähigkeiten besitzen höchstens 0,5 Prozent aller so-called-DJs, aber das ist eine andere Baustelle. Ich finde es jedenfalls gut, dass du andere nach ihrer Meinung befragst, was dieses Thema angeht und dir darüber ernsthafte GEdanken machst! Das sehe ich nicht wirklich bei angehenden DJs. Da gehts oft nur um grenzenloses Output, Hauptsache ich ischeiß die Welt zu mit meinem 84sten Mix in der Woche.... grins.
SaltShaker
So unterschiedlicher Meinung kann man sein
Für mich ist ein sauberer Beatmatch essenziell. Ich rede hier nicht von ein, zwei Beats die nicht 100% passen und nachkorrigiert werden. Das ist meiner Meinung nach absolut okay. Aber wenn in jedem zweiten Übergang Schnitzer sind, macht das für mich einen Mix kaputt. Im Club hab ich schon öfter gemerkt, dass ein schlechter Übergang die Stimmung schlagartig nach unten zeiht (nochmal: Ich rede hier nicht von kleinen Unsauberheiten!).
Auch die Lautstärke MUSS m. E. immer gleich sein, es sei denn, es wird vom DJ als Stilmittel eingesetzt und ist somit gewollt.
King Carl
Jo, richtig. Mir versaut beim Tanzen ein verkackter Übergang einfach alles (zumindest wenn es schlimmer wird als 2-3 Beats, die auseinander laufen und fix nachkorrigiert werden), und wenn ich was ruhiges höre, stören solche Dissonanzen auch extrem beim Runterkommen.
Aber ich muss vinylgroover Recht geben: Mich kickt ein Mix, wenn er mich auf eine Reise mitnimmt und mir ggf. völlig neue Richtungen nahelegt, die ich als Einzeltracks vielleicht nie wirklich zu schätzen gelernt habe.
P.
Was mich bei ziemlich vielen CDs stört:
Das typische "ich fange gemächlich und melodiös an, und werde in den 80 Minuten kontinuierlich härter und monotoner".
Ich hör vor allem im Auto viel Musik, und dann auch mehr als eine CD/Mix hintereinander, und da will ich nicht in jeder CD den gleichen Verlauf. Das kann man im Club über Stunden hinweg machen, aber bitte nicht auf jedern CD innerhalb von 1,5 Stunden! Gibt viele, die gefallen mir in der ersten Hälfte, in der zweiten aber nicht mehr, weil da dann auch ein ganz anderer musikalischer Stil läuft. Eine gute CD/Mix macht für mich aus, wenn es statt der immer gleichen kontinuierlichen Steigerung innerhalb des Mixes Spannungsbögen gibt, man am Anfang aber noch genauso gerne zuhört wie am Ende.