Hi Sabus
Ist zwar schon spät aber ich versuche mal schnell noch ein paar "erste Antworten" rauszuhausen. bis mir die Augen ganz zufallen
Grundsätzlich (classich) wird zu 90% immer der Beat des eines Tracks zuerst in eine
passende Stelle des laufenden Tracks gemischt. (meistens eine minimalere Stelle)
Hört die Bassline im laufendtrack auf - sollte möglichst die Bassline des 2ten Tracks anfangen. ! Nicht vorher !
Genauso ist es bei den Vocals - Leads - dominierenden Perc-lines und Drumlines.
Bei Drum + Perclines kann man sich gut mit dem EQ helfen, um diese im 2ten Track
vor dem hineinmischen abzusenken und dann langsam oder im richtigem Moment
"auszutauschen".
Es gibt ein "ungeschriebenes Gesetzt" gerade bei Dancefloor und Housetrax - die Anzahl der Tackte bis sich etwas im Arrangment ändert !!
Daran halten sich die meisten Produzenten diese Genres (selbst bei DnB - Dupstep die zwar sehr komplexe Drum und Breaks haben - wird dies eingehalten)
Nicht unbedingt um es dem DJ leichter zu machen

sondern damit man überhaubt
darauf tanzen kann. Zu komplexe Tackt-wechsel gehören eigentlich nur in den Free-Jazz oder der Modernen Oper

)
Die Tacktanzahl ist immer 4 - 8 - 16 - 32 - etc. (4-da-floor ebend *zwinker)
Das heisst soviel das sich etwas im Tack nach 4 oder 8 oder 16 ändern kann
z.B. eine Bassline anfängt - oder die Vocals beginnen.
Nicht immer ist zwingen ein "hörbarer Beat" notwendig - aber jeder der sich
länger mit Musik beschäftig "zählt automatisch" mit. Man spürt es einfach.
OK - das soweit - alles Andere ist "Musik"
****
Zu 1.
Bassline und Bassline würde ich eigentlich möglichst nicht übereinanderlaufen lassen.
Das geht zu 99.9% schief und gibt nur "Bass-salat" - besonders wenn die Tonhöhe (Key)
nicht stimmt.
Es gibt ein paar spezial-Techniken um 2 Basslines zu mischen - aber die sind recht "aufwendig". Bass (und Beat) tragen ja einen Dancefloor-Track und falls wirklich
gar keine andere Stelle im Track sich mischen läast - hilft nur ein "sauberer Cut"
der im Tackt liegen sollte.
Zu 2.
Das geht zwar - kommt aber auf die Tracks an die du mischen willst.
Hier ist auch wieder wichtig das die Tonhöhe zusammenpasst - bzw.
sich musikalisch vertragen. Sonst wirds "schräg".
Ein Filter oder EQ ist hier auch nicht schlecht um in das Frequenzband einzugreifen.
Zu 3.
Siehe "zu 2."

sind ja auch Mitten.
Bei Vocal ist noch anzumerken - das diese natürlich vom "gesungen" Timing auch zur Bassline passen sollten und sich nicht gegenseitig behindern. Sonst "Salat"
zu 4.
Uiiii .... nicht passende BPM - geht eigentlich gar nicht.
Pitchen - bzw. "digitales Slicen" wie es Traktor macht ist "PFLICHT"
Ausser die Vocals sind nur "Gelaber" also nicht "gesungen" - das geht natürlich immer.
Aber auch hier gilt "Tonhöhe" möglichst passent - jeder auch mit ungeschultem Ohr
hört sofort, das da was nicht stimmt.
Aussnahmen bestätigen die Regel natürlich.
Wenn es gar nicht mehr zu pitchen geht "by Vinyl" hilft nur wiede rein sauberer Cut.
Oder man kann hier auch mit ein paar "Audio-Effekten" arbeiten - die man zwischen
die Trackx "klemmt".
Zu 5.
Mit Loops arbeiten ist eigentlich eine feine Sache und kann einen Mix und besonders den Übergang sehr aufwerten. Aber - weniger ist hier oft mehr.
UND - man sollte gut mit einem EQ umgehen können.
Beim Digitalem Mixining ist das heute ja gar kein Problem mehr - da Traktor und Co.
für jedes Deck auch eine sehr gute Loopfunktion haben - die man per Mausklick oder
Controller-patt einschalten kann und sich "rhytmisch" bewegen lässt.
Aber auch hier gilt "Wissen über die Tonhöhe" spart viel Ärger im Sound - gerade
wenn man mehrere Loops / Tracks übereinander hat.
****
nochmal zu 4.
Nur die ersten Tackte eines Tracks kurz anzuspielen - klingt halt dann nur wie ein Cut.
Kann cool sein - auf Dauer aber "langweilig".
Über BPM hatte ich ja schon gesprochen, die immer stimmen sollte.
Wenn 2 Tracks sich aber - so gar nicht - vertragen wollen, ist Cutten immer besser als ein halbguter Fader-Übergang. Der Zuhörer wird es einem danken.
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Es gibt natürlich so viele Übergänge wie es "Kreative Einfälle" gibt.
z.B. kann man auch Scratchen, Zick-Zack-mit dem Fader spielen oder Song - rein - alten Track "rückwärts drehen ..... etc etc etc. ...
Muss man einfach mal rumprobieren.
Digital mischen ist noch "vielseitiger" .....
Es gibt ja bei einiger DJ-Software die Möglichkeit von VST-Effekten - da gibt es sehr
interessante Tools die mit "Glitches" arbeiten können. Ein "Glitch" ist eine kurze Aufnahme vom original-Track der dann mit Effekten bearbeiten wird und in den Track (Audiostream) zurückgeschickt wird. So lassen sich auch digital "Scratch-Effekte" oder Tap-Stops .etc.... sehr glaubhaft realisieren.
Oder ein Gate jeweils auf ein Deck geroutet - kann auch für Spannung sorgen
Hall, Flanger und Delays bringen die meisten DJ-Tools als Standard mit.
!! Weniger ist hier auch oft mehr !!
Digital gibt es noch die Möglichkeit sich eigenen "Mash-ups" zu basteln.
Das ist wieder ein ganz eigenen Thema und man muss natürlich vorher
etwas Zeit infestieren.
So das soll erstmal als "kleiner Anfang" genügen
Wenn du noch Fragen hast - frag darauf los.
Ich weiss ja nicht wie weit du dich schon eingearbeitet hast
***
PS. Danke auch für das Compliment zu meinem "Grooves in the Sun" auf Soundcloud
werde mir deinen Mix auch bei 'Gelegenheit mal anhören.
Und die fehlende Playlist mit dem "ganzen Set" findest du auf meinen "House-Mixes.com-Profil"
Schau mal unten in meine Signatur --->
Da kannst du wenn du willst dir auch mal das "Balkan Mix" anhören (DL ist auch möglich) - in den Set hatte ich recht "schweres Material" verarbeitet und musst viel tricksen in den Übergängen, damit es noch nach Mixen durchgeht.
Vieleicht inspiriert dich ja der ein oder ander Übergang.
So jetzt geh ich noch ein paar Stunden pennen - erstmal
Hukx Diffie