Baumi96
MP3 steht für "MPEG 1 Layer 3". MP3 gestattet es, einen Musiktitel in (Fast-)CD-Qualität mit geringerem Platzverbrauch auf der Festplatte zu speichern als z.B eine digitale WAV/AIFF Datei. Identifiziert werden MP3-Songs durch die Endung .mp3.
Entwickelt wurde das MP3-Format von der Fraunhofer-Gesellschaft , auf deren MP3-Internet-Seite findet man auch genau (technische) Information über die Entwicklung des MP3 Formates.
Der Unterschied zwischen MPEG-3 und MP3?
MPEG-3 wurde speziell für das hochauflösende Fernsehen HDTV entwickelt und ist letztlich im Videokomprimierungsverfahren MPEG-2 aufgegangen.
MP3 (MPEG Audio Layer 1-3) ist dagegen eine eigenständige Definition eines Audiokanals, der sowohl in MPEG-1 als auch in MPEG-2 Verwendung finden kann.
Die Samplingrate liegt meist bei 44,1 kHz, (kann jedoch auch 32 oder 48 kHz betragen, je nach Aufzeichnungsverfahren). Zur Datenreduktion wird ein Verfahren mit der Bezeichnung "Perceptual Audio Coding" (Wahrnehmungs-basierte Audiokodierung) verwendet.
Was ist der Unterschied zwischen MP3-Layer 1, 2 oder 3?
Der Unterschied wirkt sich auf die Qualität des Soundfiles aus, also man kann nicht von jedem MP3 ausgehen, dass es auch ein Layer-3 File ist!
Der Unterschied liegt in der kbp/s Kompression des erstellten Files.
Bsp:
MP3-Layer 1 hat eine schlechte Kompression (1:4), dafür aber die beste Qualität (CD-Studio Qualität) - von 256kbp/s - 384kbp/s.
MP3-Layer 2 hat eine gute ausgewogene Kompression (1:6 ... 1:8), die fast an digitale CD Qualität heranreicht - 160kbp/s - 256kbp/s. (192kbp/s sollte als Standard bei der MP3 Erstellung verwendet werden).
MP3-Layer 3 hat die höchste Kompression (1:10 ... 1:12), aber auch die schlechteste Qualität, dass Soundfile verliert feine "Höhen" und klingt ein bischen dumpf, also z.B. für klassische Musik absolut ungeeignet. - 112kbp/s - 128kbp/s.
*MP3-Layer 3 mit einer Kompression von mehr als 1:12 ist für einen guten Sound unbrauchbar, also sollte man auf Files von 32Kbp/s - 96kbp/s verzichten ... ausser man hat schon einen Gehörschaden und hört ohnehin keine Unterschiede ;-)
Wie wird eine MP3-Datei erstellt ?
Mit einem MP3-EnCoder !
Die Dateien werden von einer Audio-CD oder einem vorhandenen anderen Soundfile (Wave, Ram, Wma ...) in das mp3 Format umgewandelt.
Als "Standard Kompressionsverfahren" hat sich die Einstellung 44,1 Hz bei 128 bis 192 kBit/s etabliert.
Das entspricht einem Kompressionsverfahren von ca. 1:12 (bei 128kbp/s) bei (mittelmässiger-)CD-Qualität. ....... 1:16 (bei 192kbp/s) "Fast-CD-Qualität".
Weiters gibt es drei EnCoder-Codec's auf dem Markt. Dabei handelt es sich um den Codec von XING-Technologies, LAME (ein "open source project") und dem Urvater Fraunhofer Codec .
Der XING-Codec zeichnet sich durch seine Geschwindigkeit, LAME als gute freeware Alternative und der Fraunhofer Codec durch seine Qualität aus. Dem Vorzug sollte man dem Fraunhofer Codec zu geben, da dieser die besseren Ergebnisse erzielt, auch wenn das erstellen von MP3-Songs ein wenig länger dauert (speziell wenn man 128kbp/s mp3's erstelllt). (leider ist der Frauenhofer Codec keine Freeware mehr)
Was ist der Unterschied zwischen LAME und dem Frauenhofer MP3 Codec?
LAME ist ein kostenloser MP3-Encoder. Die Ergebnisse sind auch sehr hochwertig. Als Open-Source-Projekt wird LAME von der Internetgemeinde ständig weiterentwickelt und verbessert. Über verschiedene Konfigurationen lassen sich die Ausgabedateien individuell einstellen (VBR Unterstützung). Leider hat LAME bei mp3 files unter 192kbp/s leichte Schwächen in der Qualität.
Ab 192kbp/s (bis 384kbp/s) ist kaum ein hörbarer Unterschied zu dem originalen Frauenhofer Codec zu hören.
Der Urvater Fraunhofer Codec (Erfinder des MP3-Formats), ist keine Freeware mehr und wird in Lizenzverfahren an Firmen oder Private abgegeben. Er setzt nach-wie-vor alle Referenz-Standards in der mp3 Technologie.
Was ist ein mp3 mit VBR Qualität?
Neuere mp3 Encoder (LAME) unterstützen die VBR (Variable-Bit-Rate) Qualität in der MP3 Technologie. Der Trick besteht darin, dass Maximum an Toninformationen (Bitrate) mit möglichst geringen verlusten in ein hochkomprimiertes mp3 zu bringen.
Die Arbeitsweise eines VBR klingt ganz simple: - in jedem Musikstück befinden sich "Pausen und unterschiedliche Tonlagen (Höhen,Bässe)", die VBR Technolgie nutzt diese "Freiräume" und ändert seine kbp/s zu mehr oder weniger. Dadurch entsteht ein "klarer" Sound, als wenn es z.B. linar mit konstanter Bitrate erzeugt wurde (speziell bei 128 - 160 kbp/s Files). Ein großer Nachteil von VBR MP3's ist aber die schlechte kompatiblität zu "Music-CD Brennprogrammen", die erzeugten AudioMusic-CDs haben eine schlechtere Ausgabequalität, da sie vom Brennprogramm vorher in ein WAVE Format vorher konvertiert werden und die VBR Informationen nicht genutzt werden.
Was ist der der wichtigste Unterschied zwischen einem M$-WMA und einem MP3 ?
Microsoft (wie sollte es auch anders sein) versucht mit einem eigenen Audioformat genannt WMA Fuss zu fassen. Man erkennt es an der Endung *.wma . Der größte Nachteil an WMA ist, dass seine "Soundqualität" bei max. "160 kb/s" liegt, also eher eine "mittelmässige" Soundqualität liefert. Auch können die meisten Audio-CD Brennprogramme keine WMA Dateien "On-The-Fly" als MusicCD brennen, sie müssen vorher mit speziellen Tools in ein WAVE oder MP3 Format konvertiert werden.
Was ist ein ID3-Tag?
Ein ID3-Tag ist ein Informationsblock, der hinter die eigentlichen Musikinformationen in den MP3-Song geschrieben wird. Diese Informationen sind Interpret, Titel, Albumname und Erscheinungsjahr des Musikstücks, sowie ein kurzer Kommentar.
Zusätzlich besteht die Möglichkeit den MP3-Song einen Musikstil zuzuordnen. Die meisten MP3-Player können den ID3-TAG auslesen und zeigen diesen im Display des Players an, so das im Gegensatz zu einer CD nicht nur die Titelnummer, sonden auch den Titel mit Interpret angezeigt bekommt. Auch nutzt die CD-Text Anzeige neuerer CD Player die ID3-Tags um den Musikstück-Namen anzuzeigen.
Die ID3-TAGs werden beim Encoden selber eingegeben, bzw. wenn sie über Online Datenbanken (CDDP) passend zur CD erstellt werden, modifiziert.
Was ist eine *.MU3 Datei?
MU3 Dateien sind "Playlisten" (Jukebox Funktion), die von manchen MP3 Playern genutzt werden (*.mu3). Erstellt werden können Sie ebenfalls mit den MP3 Playern die diese Funktion unterstützen.
Was ist CDDB ?
CDDB steht für CD-Datenbank. Diese Datenbanken enthalten alle Informationen zu einer Audio-CD, die auf den Markt gekommen ist.
CDDB werden entweder lokal gehalten, oder man holt sich die Daten aus dem Internet.
Bei einem Audio-Player der das CDDB-Format unterstützt wird beim einlegen der CD überprüft, ob die CD schon bekannt ist und wenn nicht, dann wird eine Verbindung in das Internet aufgebaut und versucht dort die Daten auf einem CDDB-Server zu finden.
CDDB-Programme greifen auf die TOC (Table of Contents) einer CD zu, also das Inhaltsverzeichnis, das jede CD enthält. Sie kompilieren ein individuelles Bitmuster aus sämtlichen TOC-Daten (Track-Nummer, Länge ...), über das sich jede Audio-CD eindeutig identifizieren läßt. Danach überprüfen die Programme, ob Ihre lokal auf dem Rechner abgespeicherte Datenbank die aktuell eingelegte Audio-CD kennt. Falls nicht, übertragen sie die TOC-Informationen an einen der weltweit verstreuten CDDB-Server und fordern Sie auf diese Informationen für andere Benutzer der CDDB-Server zu übermitteln.
Was ist MP3-Streaming ?
Streaming-Verfahren ermöglichen das interaktive Abrufen von Audio- und Videodaten im Netz, ohne daß zunächst ein vollständiger Datei-Download notwendig ist. Die Idee von Audio Streaming ist, daß der Sound in "Real-Time" abgespielt, während Sie mit einer bestimmten Website verbunden sind.
Die übliche Methode ein File erst übers Netz herunterzuladen und es dann von Ihrer Festplatte zu spielen, ist in den meisten Fällen mit langen Downloadzeiten verbunden. Der Vorteil des Streamings ist, dass zwischen dem Mausklick und den ersten Tönen nur sehr kurze Zeit vergeht.
Audiodaten sind normalerweise sehr "groß". Es braucht eine Menge Daten, um einen Sound in genügender Qualität abzuspielen (Ein 5 Minutensong verschlingt im WAV-Format ca. 50 MB und im MP3-Format ca. 5 MB auf der Festplatte). Die Bandbreite eines schnellen Modems oder von ISDN ist im Vergeich sehr niedrig. Deswegen ist es nötig, die Audiodaten derart zu komprimieren, dass sie mit einer akzeptablen Qualität durch diesen Flaschenhals gepresst werden können. Dabei wird der Datenstrom so komprimiert, dass das gesammte Klangspektrum mit ein paar wenigen Bytes beschrieben werden kann. Diese nun sehr viel kleineren Dateien werden nun relativ zügig via Modem / ISDN auf den abrufenden Computer gespielt, dort dekomprimiert, in Audiodaten zurückgewandelt, gepuffert und wiedergegeben.
Für MP3-Streaming haben sich einige Firmen hervorgetan. Unter anderen Nullsoft (WinAmp) mit ihren Shoutcast-Server . Der Shoutcast-Server wird für die unterschiedlichsten Systemplattformen angeboten und läßt sich relativ einfach in Betrieb nehmen, so daß man selber einen MP3-Streaming-Server aufbauen kann.















